Rüdesheimer SPD-Fraktion über Bürgermeister Wilhelms Aussagen irritiert

Veröffentlicht am 08.02.2015 in Fraktion

Die Fraktion der SPD im Verbandsgemeinderat Rüdesheim zeigt sich über die jüngsten Äußerungen von Bürgermeister Wilhelm (VG Bad Münster am Stein-Ebernburg) sehr verwundert.

Es sei doch inzwischen klar, dass in absehbarer Zeit ein Gesetzesentwurf zur Fusion vorgelegt werde. Dass Herr Wilhelm davon spreche, er wisse nicht „wo die Reise hingeht“, ist für die Rüdesheimer SPD-Fraktion daher sehr erstaunlich.

"Wie es scheint, hat Herr Wilhelm nicht verstanden, worum es der Rüdesheimer Verwaltung geht. Wenn in Rüdesheim Personalbedarf besteht oder in absehbarer Zeit entsteht, kann man nicht bis 2017 mit Personaleinstellungen warten, um später - nach der Fusion - keinen Personalüberhang zu bekommen. Schließlich werde zum Zeitpunkt der Fusion die Rüdesheimer Verwaltung doch ohnehin verpflichtet, Personal aus Bad Münster zu übernehmen.“, so die Genossen. Ein Personalüberhang würde auch für die Ortsgemeinden eine finanzielle Belastung bedeuten, denn so müssten diese die erhöhten Personalkosten über die Umlage mittragen.

"Aus dem absehbaren Gesetzesentwurf wird doch klar erkennbar sein, welche Gemeinden in die VG Rüdesheim übergehen werden", sind sich die Genossen sicher. Sobald dies bekannt sei, müsste nach ihrer Auffassung auch eine vorzeitige Lösung für die Personalfrage in Rüdesheim gefunden werden.

„Unbesetzte Stellen führen zu einer Mehrbelastung der anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf 2 Jahre gesehen, wäre das unzumutbar für alle Beteiligten: Mitarbeiter und Mitbürger!“, so Fraktionssprecher Markus Stein. Im Zuge einer Fusion könne man über viele Dinge diskutieren, sobald es aber um Personal ginge, gehe es um Menschen, die hierdurch unmittelbar betroffen seien. Solche Diskussionen zu Lasten der Mitarbeiter zu führen, sei nach Auffassung der SPD der gänzlich falsche Weg.

Außerdem, sind sich die Genossen sicher, sei es ja kein „Abwerben“ von Mitarbeitern aus Bad Münster, sondern ein „vorzeitiger, freiwilliger Wechsel“, der ja auch vorsehen könnte, dass die in Frage stehenden Gemeinden dann schon vor ihrer offiziellen Fusion in 2017 von Rüdesheimer Verwaltung mit verwaltet werden - als Ausgleich sozusagen, für den frühzeitigen Wechsel von den Mitarbeitern.

Den Transfer - wie von Wilhelm geäußert - an die Übernahme aller Ortsgemeinden zu knüpfen, sei keine sachorientierte Lösung, zumal Herrn Wilhelm die Rüdesheimer Beschlusslage (nicht mehr als 5 Gemeinden) doch bekannt sein dürfte.

Die SPD-Fraktion unterstützt daher die gesamte Rüdesheimer Verwaltungsspitze mit Bürgermeister und Beigeordneten, in deren Absicht, auf eine frühzeitige Übernahme von Personal aus Bad Münster hinzuwirken.

Letztendlich bleibt es aber ohnehin die Entscheidung der Mitarbeiter selbst, ob sie vor der Fusion nach Rüdesheim wechseln möchten.

 

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