SPD-Wahlkreiskandidat Michael Simon formuliert seine Vorstellungen zur Bildungspolitik

Veröffentlicht am 01.06.2015 in Bildung

Kreis Bad Kreuznach

Bildung ist der Schlüssel für die Lebens- und Teilhabechancen in unserer Gesellschaft. Auch der Zugang zu guter Arbeit und die Sicherung der Fachkräftebasis unserer Volkswirtschaft setzt gute Bildung elementar voraus. Das oberste bildungspolitische Ziel der Sozialdemokratie besteht darin, sozialen Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen und gleiche Chancen auf gute Bildung für alle zu verwirklichen. Diesen politischen Anspruch formuliert Michael Simon, der kürzlich gekürte Landtagskandidat der Sozialdemokraten im Wahlkreis 17 Bad Kreuznach, ganz deutlich.

In Rheinland-Pfalz, im Landkreis und in der Stadt Bad Kreuznach, sei in den zurückliegenden 20 Jahren sehr viel bildungspolitisch bewegt worden. Der SPD-Kandidat lobt insbesondere die vielfältige Schul- und Bildungslandschaft in der Region, angefangen bei den Grundschulen, über die weiterführenden Schulen bis hin zur Berufsschule als wesentliches Element der dualen Ausbildung.

Simon erwähnte weiter den Ausbau der Ganztagsschulen und die bundesweiter Vorreiterrolle bei der Klassengröße sowohl in der Grundschule als auch im weiterführenden Schulsystem. Noch immer hingen allerdings Bildungschancen von der sozialen Herkunft ab. „Damit finden wir uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten niemals ab. Lebenschancen dürfen nicht „sozial vererbt“ werden. Kein Kind darf von der Gesellschaft zurückgelassen werden“, erklärt Michael Simon. Durchlässigkeit und bessere Aufstiegsmöglichkeiten im Bildungssystem, dafür lohne es sich immer mit großer politischer Leidenschaft zu kämpfen.

Insofern setze Rheinland-Pfalz mit seiner Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule Maßstäbe und baue soziale Barrieren ab. Das sei gut so und finde seine volle Unterstützung, betont der Sozialdemokrat. Simon setzt auf die frühe individuelle Förderung in Kita und Schule. Es gehe nicht, wie von Konservativen gerne gebetsmühlenartig behauptet, um „Gleichmacherei“, jedoch um die individuelle Förderung von leistungsstarken und weniger leistungsstarken Kindern und Jugendlichen. Davon würden beide profitieren, sowohl bei der Vermittlung von fachbezogenen Bildungsinhalten als auch was die ganz wichtigen sozialen Kompetenzen betreffe.

Das Leitmotiv seines bildungspolitischen Verständnisses bleibe daher Chancengleichheit für alle. Dies sei eine fundamentale Forderung der Gerechtigkeit und eine zentrale Voraussetzung für soziale Integration. Zugleich sei Bildung auch ein zentraler Schlüssel für die dauerhafte Sicherung des Fachkräftebedarfs. Wir brauchen Maurer und Architekten zugleich. Neben der Hochschulausbildung müsse das bildungspolitische Augenmerk auch auf die berufliche Bildung und Ausbildung gelegt werden. Simon steht unmissverständlich für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildungswege.

Er hat gerade auch das Berufsbildende Schulwesen und die duale Ausbildung im Auge, sowohl im Hinblick auf die Fachkräftegewinnung örtlicher Betriebe und Unternehmen als auch was weiterqualifizierende Abschlüsse bis zur Hochschulreife betreffe. Die berufliche Weiterbildung müsse darüber hinaus eine ganz zentrale Bedeutung bekommen und für Arbeitnehmer und alle Beschäftigten materiell abgesichert sein, macht Simon deutlich.

Vor Ort sieht er die Politik bei der Sicherung wohnortnaher Schulstandorte, die dem SPD-Kandidaten sehr wichtig sind, besonders gefordert. Die demografische Entwicklung und die Entwicklung der Schülerzahlen bedeuteten hier eine echte Herausforderung. Er wünscht sich hier eine sachliche und keine populistische Diskussion, auch nicht in Zeiten des Wahlkampfes. Dafür sei das Thema viel zu ernst.

Um gute politische Entscheidungen treffen zu können, bedarf es einer fundierten Schulentwicklungsplanung, erklärt Michael Simon.

 

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