„Willy Brandt im Exil“ - Autorenlesung mit Uwe Heilmann in Bad Kreuznach

Allgemein

Nachdem der Reichstag ohne die Stimmen der SPD das Ermächtigungsgesetz für die Nationalsozialisten beschlossen hatte, wurde der spätere Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zum Flüchtling: Auf einem Boot etwa 100 Kilometer über das Meer zunächst nach Norwegen, später nach Schweden.

Wegen seiner politischen und journalistischen Tätigkeit in Deutschland musste der 1913 in Lübeck geborene Herbert Ernst Karl Frahm Verfolgung befürchten. Auch in der Emigration schrieb der Auswanderer z.B. für die Zeitungen der norwegischen Arbeiterbewegung unter dem Tarnnamen Willy Brandt, dies um die in Deutschland verbliebenen Verwandten zu schützen.

Nach Kriegsende entschied sich Willy Brandt zum Bedauern der norwegischen und schwedischen Freunde zur Rückkehr nach Deutschland, denen er in einem Brief erklärte, er wolle am Aufbau eines friedlichen und demokratischen Landes mitwirken.

(Text: GBCH, STV KH; Bild: GBCH, STV KH)